Leadership & Leidenschaft: Manuel Noe über das VFA Young Leadership Programm

Manuel, Du warst vergangene Woche im Rahmen des Young Leadership des VFA Interlift in München bei Meiller. Erzähl doch mal: Was ist das eigentlich, was macht ihr da und für wen ist das Programm gedacht?
Das Programm ist eine Initiative des VFA, um angehende Führungskräfte aus den Mitgliedsunternehmen fit für die Zukunft zu machen. Es geht darum, über den Tellerrand der rein technischen Themen hinauszuschauen. Wir beschäftigen uns intensiv mit Leadership-Development, also wie man Teams führt, kommuniziert und sich selbst organisiert. Begleitet werden wir dabei von Experten wie Jochen Schlicht. Es ist für jeden in der Branche gedacht, der bereits Führungsverantwortung trägt oder darauf vorbereitet wird – also genau die richtige Mischung aus Netzwerk und Coaching.
Wie waren Deine ersten Eindrücke vor Ort in München und wie hat Euch der Gastgeber Meiller empfangen?
Der Empfang war wirklich hervorragend und sehr professionell. Wir hatten das Glück, eine Werksbesichtigung bei Meiller zu machen – für uns Techniker natürlich besonders spannend, die Produktion von Aufzugstüren einmal aus nächster Nähe zu sehen. Aber auch das Drumherum hat gestimmt: Es gab eine Vorabendveranstaltung direkt im Münchener Zentrum, bei der man in Ruhe ankommen konnte. Insgesamt herrschte von Anfang an eine offene und herzliche Atmosphäre.
Welche inhaltlichen Themen haben Dich bei diesem Treffen besonders beschäftigt?
Ein ganz zentraler Punkt war die Kommunikation mit Mitarbeitern. Wir haben uns intensiv damit beschäftigt, dass es völlig unterschiedliche Typen von Mitarbeitern gibt – und dass man als Führungskraft lernen muss, jeden dort abzuholen, wo er steht. Das ist in der Theorie oft leichter gesagt als getan. Wir haben verschiedene Führungskräftetypen betrachtet und analysiert, wie man selbst eigentlich wirkt. Das war teilweise wirklich ein Augenöffner.
Gab es eine Erkenntnis über Deinen eigenen Stil, die Dich überrascht hat?
Absolut. Wir haben viel über die Einteilung in extrovertierte und introvertierte Typen gesprochen – oder darüber, ob man eher aufgaben- oder menschenfokussiert arbeitet. Besonders spannend fand ich die Erkenntnis, dass ein Unternehmen eigentlich alle diese Charaktere braucht. Für mich persönlich war wichtig zu sehen, dass man nicht in einer festen Schublade steckt. Je nach Situation oder Aufgabe wechselt man zwischen diesen Rollen. Manchmal ist ein klarer Fokus auf Aufgaben nötig, in anderen Momenten steht wieder das Menschliche im Vordergrund.
Wie praxisnah waren die Übungen? Konntet ihr das Gelernte direkt ausprobieren?
Ja, das war tatsächlich das Beste daran. Wir haben nicht nur PowerPoint-Folien durchgearbeitet, sondern viele Rollenspiele direkt mit dem Dozenten und in der Gruppe durchgeführt. Die Gruppen wurden immer wieder neu zusammengestellt, sodass man mit unterschiedlichen Personen kommunizieren musste. Dadurch konnten wir reale Alltagssituationen trainieren – nicht nur für Gespräche mit dem eigenen Team, sondern auch im Umgang mit Kunden oder Lieferanten. Das gibt einem für den Arbeitsalltag bei uns im Haus viel Sicherheit.
Wie wichtig ist für Dich das Networking mit den anderen jungen Führungskräften aus der Branche?
Das ist ein riesiger Faktor. Viele waren bereits beim ersten Treffen in Hamburg dabei, sodass es sich in München schon wie ein kleines, eingespieltes Team angefühlt hat. Man kennt sich, vertraut sich und tauscht sich nicht nur über fachliche Themen aus, sondern spricht auch über persönliche Erfahrungen. Dieser Austausch auf Augenhöhe mit Menschen, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen, ist unglaublich wertvoll. Man merkt einfach: Man ist mit seinen Themen nicht allein.
Was nimmst Du jetzt ganz konkret mit nach Hause für Deine Arbeit als Technischer Leiter bei Rudolf Fuka?
Ich nehme vor allem ein sehr positives Gefühl mit. Die Fortbildung hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, sich selbst regelmäßig zu reflektieren und an der eigenen Kommunikation zu arbeiten. Ich fühle mich gestärkt für die kommenden Aufgaben und freue mich darauf, die neuen Impulse in unser Team einzubringen. Und natürlich bin ich schon gespannt auf das nächste Treffen im September in Hamburg, bei dem wir den Faden wieder aufnehmen.
Fazit
Das Interview zeigt: Moderne Führung in der Aufzugsbranche ist weit mehr als die Summe technischer Daten. Manuel Noe bringt wertvolle Impulse aus München mit nach Hause – Impulse, die nicht nur ihm persönlich, sondern dem gesamten Team der Rudolf Fuka GmbH zugutekommen werden.
Wir dürfen gespannt sein, welche neuen Wege die junge Führungsgeneration des VFA in Zukunft einschlagen wird.
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